Nutzen statt entsorgen.

Abwasserwärmerückgewinnung SchemaEnergieverluste zu reduzieren und die Energieeffizienz zu steigern hat oberste Priorität. Moderne Gebäude brauchen immer weniger Heizwärme, doch auch bei energieoptimierten Gebäuden und Betrieben bleibt ein Wärmeleck: die Abwasserleitung. Das Wasser, das zum Waschen, Putzen oder in Betrieben verwendet wird, fließt warm in die Kanalisation. Es weist in der Regel eine mittlere Temperatur von über 25 °C auf.

„Gratis-Energie“ zum Heizen oder Kühlen

Das bedeutet, dass das Schmutzwasser eine stetige, „sowieso verfügbare“ Energiequelle auf einem vergleichsweise hohen Temperaturniveau darstellt, die mit Wärmepumpen für die Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden genutzt werden kann. Das System kann im Winter zur Erzeugung von Heizwasser, ganzjährig für Gebrauchswarmwasser und im Sommer mit kleinen Zusatzaufwendungen auch zur Erzeugung von Kaltwasser für Klimaanlagen (6/12 °C) verwendet werden.

Wann es sich lohnt

Die bislang wenig beachtete Wärmequelle Abwasser bietet ein erhebliches Potential für die RückGEWINNung von Wärme. Anlagen zur Rückgewinnung der Abwasserwärme sind effiziente Energiesysteme, die deutlich geringere Primärenergie benötigen als herkömmliche Öl- und Gasheizungen. Aufgrund der ganzjährig hohen Temperatur, die die Wärmequelle Abwasser aufweist, können Abwasserwärmepumpen Jahresarbeitszahlen von über 4 erreichen. Für die Bereitstellung von 4 Einheiten Wärme oder Kälte muss lediglich 1 Teil Strom für den Betrieb der Wärmepumpe aufgebracht werden. Die verbleibenden 3 Teile Wärme werden dem Abwasser selbst entzogen.

Wegen der verhältnismäßig hohen Abwassermenge sind ideale Objekte für den wirtschaftlichen Einsatz von Abwasserwärmerückgewinnung größere Betriebe, Schulen, Kliniken, Hotels und Gastronomiebetriebe, Bäder und Wellnesseinrichtungen, Heime und Industrie. Für Einfamilienhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser ist der Betrieb einer solchen Anlage wegen des in Relation hohen technischen und finanziellen Aufwands für die Rückgewinnung der Wärme nicht immer sinnvoll.

Innovative Energieanlagen wie die Abwasserwärmenutzung weisen gegenüber konventionellen Heizanlagen (Öl, Gas) oft noch etwas höhere Investitionskosten auf. Langfristig stellt die Abwasserwärmenutzung jedoch eine nachhaltige Investition dar, da die Energieverbrauchs- und Anlagenbetriebskosten niedrig sind. Die Vollkostenbetrachtung über den Lebenszyklus der Anlage betrachtet überzeugt betriebswirtschaftlich.

So werden aus 25 % zugeführter Energie 100 % Heizleistung!

Das Abwasserheizsystem besteht im Wesentlichen aus den beiden Komponenten Wärmetauscher und Wärmepumpe: Zunächst wird ein Wärmetauscher passend in dem Abwassersystem des Gebäudes eingebaut. Fließt nun Abwasser darüber, überträgt er die Wärme, die noch darin enthalten ist, in einen Klarwasserkreislauf. So wird sie zur Heizungsanlage transportiert. Dort heben Wärmepumpen die Temperatur des Abwassers auf die Vorlauftemperatur der Heizung an und speisen die Wärme in das Heizsystem des Gebäudes ein.
Natürlich lässt sich nach diesem Prinzip ebenso Kälte „recyclen“.

 

Sprechen Sie uns an, wir finden die für Sie perfekte Lösung, denn die Energie im Abwasser ist zum Wegwerfen einfach viel zu kostbar!



Impressum

Aktuelles

25.06.2014

acturo jetzt in Aachen

Umzug in die Technologie-Hochburg

24.02.2014

Staatliche Zuschüsse für LED Technik

Attraktive BAFA-Förderung in 2014

20.02.2014

Sichtbare Energieeffizienz

Labelpflicht für Beleuchtung ab März 2014

weiter